Gewerbereferent will Rathauschef werden

Aus dem Bügermeisterkandidaten-Quartett in Gröbenzell ist jetzt ein Quintett geworden: Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) schickt Martin Schäfer als Bewerber ins Rennen um den begehrten Chefsessel im Rathaus. 

Quelle: Münchner Merkur 06.12.2013

Ohne Gegenstimme, bei einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme, wurde der 48-jährige Unternehmer am Mittwochabend im nahezu vollbesetzten Saal des Bügerhauses von den 68 stimmberechtigten Anwesenden nominiert. Wolfgang Wuschig, Vizebürgermeister der Nachbarkommune Puchheim, der die Wahl leitete, war sichtlich beeindruckt, wie viele Bürger zu der Versammlung geströmt waren.

Zu den Nominierungsversammlungen der anderen politischen Gruppierungen waren deutlich weniger Stimmberechtigte gekommen. Selbst an der Nominierung des CSU-Bürgermeisterkandidaten hatten sich lediglich 58 Parteimitglieder beteiligt.

Dass die politischen Gegner die UWG und deren Spitzenkandidaten Schäfer ernst nehmen, zeigte allein schon die weitere Gästeliste: der Grüne Martin Runge, Johann Böhmer von den Freien Wählern und Kurt Köppl von der CSU wohnten ebenfalls der Versammlung bei. „Eine Bürgerbewegung nimmt Fahrt auf„, versprach die UWG dann auch in einem Wahlspot.

Spitzenkandidat Schäfer sitzt seit 2008 für die Wählergemeinschaft im Gemeinderat und hat dort das Amt des Gewerbereferenten inne. Die Diskussion und der Bürgerentscheid um die Zukunft der westlichen Bahnhofstraße hätten ihn damals veranlasst, bei politischen Entscheidungen im Gemeinderat mitreden zu wollen, erinnerte er. Dass mittlerweile einige Ortspolitiker die Inhalte des Bürgerentscheids in Frage stellen, lehnt Schäfer entschieden ab. So haben die Freien Wähler in ihr Programm aufgenommen, dass die per Bürgerentscheid festgesetzte Obergrenze von 400 Quadratmetern für einen Supermarkt in der Bahnhofstraße fallen soll. Aus der CSU sind immer wieder gleichlautende Stimmen zu hören.

Schäfer führt auch die Liste der 24 Kandidaten für ein Gemeinderatsmandat an. Zwölf Männer und Frauen sind auf der Liste zu finden, einige davon sind bereits politisch der anderweitig in der Gröbenbachgemeinde engagiert. So kandidierte die Sprecherin der Agendagruppe, Karin Schwarzbauer, Günter Wigner vom Bund Naturschutz und das Gründungsmitglied der UWG, Hans Schmid.

Aus dem Kreise der Kandidaten kam viel Lob für Schäfer. Cordula Braun erinnerte an dessen Engagement gegen die Stadterhebung und seinen Aufruf zum Kampf gegen die vor einigen Monaten um Stimmen werbende NPD. Ihr Fazit: „Wo in Gröbenzell der Schuh drückt, war Schäfer immer da“

Quelle: Münchner Merkur 06.12.2013

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