Podiumsdiskussion in Gröbenzell: Klartext für unsere Gemeinde
Am 23.2.26 fand im Bürgerhaus in Gröbenzell die Podiumsdiskussion der VHS statt. Der Saal war voll besetzt und ca. 120 Menschen verfolgten die Podiumsdiskussion per Live-Stream.
Die Moderatorin Frau Dr. Hartenberger stellte konkrete Fragen und gab mir so die Gelegenheit mich klar zu positionieren.
Als Bürgermeisterkandidatin der UWG stehe ich für diese sachorientierte, unabhängige Kommunalpolitik:
Solide Finanzen – mit Augenmaß und Prioritätensetzung
Die finanzielle Lage der Kommunen wird anspruchsvoller. Umso wichtiger ist eine klare Linie:
Keine unrealistischen Versprechen – sondern belastbare Planung.
Für mich bedeutet das:
- Investitionen nach klarer Priorität (1. Gesetzliche Vorgaben, 2. Dringliche Projekte,XX
- Projektabläufe realistisch takten
- Förderprogramme konsequent nutzen
- Rechtzeitig einen runden Tisch mit allen Beteiligten und Bürgerbeteiligung durchführen
- Folgekosten immer mitdenken
Nicht alles kann gleichzeitig umgesetzt werden. Entscheidungen müssen anhand einer klaren Prioritätenliste getroffen werden. Das schafft auch Verlässlichkeit – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für unsere Verwaltung.
Diese Entscheidungen sind umzusetzen, Planungsrunden vergeuden Steuergelder und personelle Ressourcen!
Deswegen bin ich in der Podiumsdiskussion auch als „Spaßbremse“ aufgetreten, als diverse schönen neue Projekte von den anderen BewerberInnen vorgeschlagen wurde, denn derartiger Aktionismus entspricht nicht meinem Anspruch an eine korrekte Haushaltsführung.
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Wohnen mit Verantwortung entwickeln
Der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist auch in Gröbenzell spürbar. Die UWG setzt auf eine kluge, maßvolle Entwicklung:
- Nutzung gemeindlicher Flächen (z.B. Bahnhofstr., Dr. -Troll-Str.) mit langfristiger Strategie mit Vergabe von Erbbaurechten
- Modelle für verschiedene Lebensphasen (z.B. Mehrgenerationenhaus)
- Erhalt des Charakters unseres Ortes
Wachstum darf kein Selbstzweck sein. Es muss zu Infrastruktur, Verkehr und Lebensqualität passen. Mein Ziel ist eine ausgewogene Mischung – sozial wie städtebaulich.
Die Ortsmitte: Jetzt Entscheidungen treffen
Die Entwicklung der Kirchenstraße beschäftigt Gröbenzell seit 40 (!) Jahren. Planung ist wichtig – aber jetzt braucht es Umsetzung.
Ich sehe in der Neugestaltung eine Chance für:
- Mehr Aufenthaltsqualität
- Barrierefreiheit
- Klimatische Verbesserungen
- Stärkung des lokalen Einzelhandels
Jetzt braucht es Mut. Mut zur Umsetzung – Entscheidungen zu treffen, die vielleicht nicht alle erfreuen. Wer die Planungen zerredet mag Wählerstimmen gewinnen, tatsächlich dienen wir damit aber niemandem. Wenn die Planungen nicht umgesetzt werden, verlieren wir das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger und können auch die Fördermittel verlieren. Wichtig ist jetzt eine lösungsorientierte Weiterentwicklung mit klarer Kostenkontrolle.
Räume für Vereine, Kultur und Jugend
Gröbenzell lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger.
Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen.
Mein Ansatz:
- Bestehende Gebäude zukunftsfähig weiterentwickeln
- Multifunktionale Nutzung ermöglichen
- Lösungen entwickeln um den hohen Standard zu erhalten
- Endlich wieder einen Ort für die Jugend schaffen, z.B. auch durch Zwischennutzungen
Das Ehrenamt bildet das Rückgrat unserer Gemeinde, wir haben über 100 Vereine und das Angebot der VHS umfasst über 1000 Kurse und Veranstaltungen. Darauf kann Gröbenzell zu Recht stolz sein und es gilt, diesen hohen Standard zu bewahren.
Parteiunabhängige Zusammenarbeit als Grundprinzip
Die Diskussion hat auch Unterschiede im Politikverständnis deutlich gemacht.
Für mich und die UWG gilt:
Kommunalpolitik ist keine Parteibühne.
Sie ist lokale Teamarbeit für unsere Gemeinde.
Ich bin aktuell kein Mitglied des Gemeinderats mehr und somit in diverse Streitigkeiten nicht persönlich involviert – daher kann ich ergebnisoffen und unvorbelastet in die zu führenden Gespräche und Diskussionen mit den Fraktionen gehen.
Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung kann ich sowohl für eine Sache kämpfen, als auch ausgleichend Kompromisse herbeiführen.
Ich biete Sachverstand und Unabhängigkeit anstatt Parteiprogramm und Ideologien.
Führungspersönlichkeit dank Erfahrung und Empathie
Besonders gefreut hat es mich, dass es in dieser Podiumsdiskussion auch um das wichtige Thema „Führung der Verwaltung“ ging.
In sachliche Themen kann man sich einarbeiten, für Personalführung braucht es nach meiner Meinung mehr:
- Empathie und echtes Interesse an den Menschen
- Erfahrung in mitarbeiterorientierter Personalführung
- Freude daran andere Menschen zu befähigen
Ich war direkt nach dem zweiten juristischen Staatsexamen in einer Spezialversicherung federführend für Personal und Recht zuständig war. Seitdem habe ich immer wieder Teams mit unterschiedlichsten Strukturen geführt und mich intensiv mit Persönlichkeitsmodellen, Zielsetzung etc. befasst.
Ich bin bereit Führungsverantwortung für das Rathaus zu tragen.
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Zusammengefasst geht es jetzt um:
- Realismus statt Wunschdenken
- Prioritäten statt Parallelprojekte
- Umsetzung statt Ankündigungen
- Sachverstand statt Emotionen (alte Konflikte ruhen lassen)
- Miteinander statt Gegeneinander (Stärkung unserer Demokratie)
Die UWG tritt an, um Verantwortung zu übernehmen – unabhängig, sachorientiert und mit klarem Blick für das, was Gröbenzell so lebens- und liebenswert macht!
Ich, Claudia O’Hara-Jung, bitte Sie dafür um Ihre Stimme am 8.März – für mich als Gröbenzells erste Bürgermeisterin und für mein Team der UWG.
Für ein handlungsfähiges, l(i)ebenswertes Gröbenzell.

